Leibnizufer erfolgreich blockiert – Fortsetzung folgt

Leibnizufer erfolgreich blockiert – Fortsetzung folgt

Das Leibnizufer in Hannover: es könnte ein so schöner Ort zum Flanieren und Verweilen sein – wäre da nicht die sechsspurige Autoschneise. Dass diese weder für die Lebensqualität noch für das Image optimal ist, hat auch die Stadt Hannover längst eingesehen.

Der Ort der Demonstration war daher mit Bedacht gewählt, verspricht die Stadt doch seit Jahren, dem Leineufer an dieser Stelle mehr Aufenthaltsqualität zu geben und dafür Autospuren zurückzubauen. Dies wurde sowohl im Stadtentwicklungskonzept Hannover2020+ als auch im Bürgerbeteiligungsverfahren Mein Hannover 2030 in Aussicht gestellt. Passiert ist bisher: nichts. Das hat HannovAir zum Anlass genommen, die Straße am 4.5. mehrmals demonstrativ zu blockieren.

Unter dem Motto „Verkehrswende hier und jetzt!“ waren über 70 Engagierte dem Aufruf gefolgt und zeigten mit Plakaten und vor allem viel positiver Energie ihren Frust über die Untätigkeit der Stadt. Die Kinder nutzten die Zeit auf der Straße, um mit Inlineskates herumzufahren und die Straße mit Kreide zu verschönern.

Zum Abschluss gab’s noch ein Bild mit allen Beteiligten und Botschaften, direkt vor dem Umweltministerium. Denn die Untätigkeit liegt nicht nur bei der Stadt, sondern auch bei Umweltminister Olaf Lies, der die Schadstoffproblematik weiter kleinredet, sich gegen Dieselverbote sperrt und gleichzeitig kurzfristige Lösungsvorschläge schuldig bleibt.

Was das Leibnizufer betrifft: Die Konzepte für eine Umgestaltung des Ufers und der Infrastruktur liegen längst vor, jetzt muss endlich, endlich die Umsetzung folgen. Für mehr Verkehrssicherheit, Aufenthaltsqualität und saubere Luft in Hannover.

07.05.2018, MLK

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