Hannovers Vorstellung von Radverkehrsförderung

Hannovers Vorstellung von Radverkehrsförderung

Ein eher kurioser Vorfall (aber kein Einzelfall) in der Kleefelder Straße brachte vergangene Woche das Thema „Fahrradstraße“ auch überregional ins Gespräch. Die hannoversche Neue Presse hat dies zum Anlass genommen, um über das Konzept zu berichten und kritisch zu hinterfragen.

Der Artikel zitiert auch die HannovAIR Connection mit der Aussage, durch die Umgestaltung der Großen Barlinge zur Fahrradstraße sei es de facto für Radfahrer dort gefährlicher geworden.

Es ist selten, dass Hannover Geld in die Hand nimmt, um die Infrastruktur umzugestalten. Meist wird lediglich gepinselt und neu beschildert – auch bei den Fahrradstraßen, die alle weiterhin für den Autoverkehr freigegeben sind. Einige Fahrradstraßen wurden zudem zusätzlich verschmälert – zur Verkehrsberuhigung, so das Argument.

Die Große Barlinge in der Südstadt ist so ein Fall. Sie wurde zur Fahrradstraße umgebaut und dafür verschmälert; real und zusätzlich optisch durch den Einsatz von Randsteinen. Die Folge: Weniger Platz für den Radverkehr und eine gefährliche Enge.

Die zusätzlich abgesetzten Randsteine führen zudem dazu, dass dieser Bereich eher als dem Parkraum zugehörig interpretiert wird, und Autofahrer stur mittig auf dem geteerten Bereich bleiben.

Was in der Theorie vielleicht gut gemeint ist, ist für den Radverkehr praktisch brandgefährlich. Ein Schuss ins Knie, wie die nachstehenden Bilder zeigen.

 

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